Tutorial

3-D Effekt zeichnen lernen

von 17. Mai 2016 4 Kommentare

Viele Menschen sind völlig begeistert, wenn sie eine Zeichnung die dreidimensional ist – also einen 3-D Effekt haben – sehen.

Um hier die wichtigsten Grundlagen zu lernen beginnt man am besten mit einfachen Übungen im Zeichnen.

Legt einen Bleistift in Stärke 2b, ein Knetradiergummi und ein weißes Zeichenpapier mit einer leichten Struktur parat. Um einen 3-D Effekt zu erzeugen, sollte man sich mit Tonalitäten auskennen. Das bedeutet eine stufenweise Grau-Schattierung mit dem Bleistift zu zeichnen von weiß (so hell wie das Papier) bis hin zur dunkelsten Schattierung die ihr mit diesem Bleistift hin bekommt. Zur Übung macht euch einfach ein Value-Scale:

3-D Effekt erzeugen

Zeichnet euch hierfür, wie oben abgebildet, 9 gleichgroße Felder auf dem Papier vor. Das erste Feld bleibt so weiß wie das Papier. Beginnt mit dem letzten also dem 9. Feld und schattiert es so dunkel ihr könnt. Beachtet aber dass ihr nicht zu stark aufdrückt oder zu oft mit dem Bleistift über dieselbe Stelle geht. Dadurch wird nämlich zu viel Graphit vom Bleistift übereinander gelegt und lässt die Stelle im Licht glänzen – diesen Effekt möchten wir nicht haben. Auch wenn die Übung einfach erscheint macht sie bitte mit größter Sorgfalt. Ihr müsst darauf achten, dass ihr stufenweise von hell nach dunkel oder umgekehrt vorgeht. Jedes Feld sollte gleichmäßig schattiert sein. Um das zu erreichen arbeitet mit einem angespitzten Bleistift.

Mit dieser Vorlage habt ihr euch ein Hilfsmittel geschaffen und gleichzeitig das Schattieren geübt. Ein Value Scale kann man dazu verwenden, wenn man sich nicht sicher ist wie dunkel oder hell man bei seinem Bild werden muss. Hierfür nimmt man seinen Value Scale und legt ihn an das zu malende Bild und schätzt ein in welchem Bereich sich der Grauton bewegt.

Die nächste Übung ist aus einem Kreis eine Kugel zu machen. Nehmt eure Materialien und zeichnet mit einem Zirkel einen Kreis in die Mitte eures Papiers. Der Kreis darf ruhig einen Durchmesser von    10 cm haben.
Um aus einem Kreis eine Kugel zu machen müssen wir mit Schattierungen arbeiten. Dazu überlegen wir uns von wo das Licht kommt. So können wir entscheiden welche Seite des Kreises im Licht und welche im Schatten liegt.

In unserem Beispiel kommt das Licht von rechts oben. In Graustufen wird von unten links (dunkelster Bereich) stufenweise nach rechts oben (hellster Bereich) vorgegangen. Versucht immer mit der Form der Kugel zu zeichnen. Da wo das Licht direkt draufscheint gibt es ein Highlight das ist der weiße Punkt oben rechts. Unten links im Schatten haben wir ein sogenanntes Reflektlicht. Hierfür nehmt ihr mit eurem Knetradiergummi ein bisschen Graphit aus dem dunkel gezeichneten Bereich raus.

Zum Schluss vergesst nicht den Schatten zu zeichnen den die Kugel wirft. Der ist sehr dunkel und sieht wie eine Ellipse aus. Wenn ihr nun noch einmal überlegt wie einfach die Zeichnung begonnen hat und euch noch einmal den Kreis vorstellt den ihr hierfür gezeichnet habt, seht ihr wie wichtig das Schattieren ist. Mit ein bisschen Übung könnt ihr so vielen Gegenständen einen 3-D Effekt geben.

3d kugel

Zusammenfassung
Artikelname
3-D Effekt zeichnen lernen
Kurzbescreibung
Viele Menschen sind völlig begeistert, wenn sie eine Zeichnung die dreidimensional ist - also einen 3-D Effekt haben - sehen.
Autor
Publisher:
Academy of Fine Art
Publisher Logo:

Join the discussion 4 Kommentare

  • Moti sagt:

    Danke für das kleine Howto. 🙂
    Zeichnest du die Schattierung von innen nach außen – also von hell nach dunkel, oder fängst du dunkel an und wirst dann nach und nach heller?
    Der/die Value-Scale ist ein guter Tipp!

  • Dana sagt:

    Hallo Moti, wenn ich auf weißem bzw. hellem Zeichenpapier arbeite, fang ich immer mit dem dunklen Schatten an um einen Kontrast zu bekommen, da meine hellste Stelle (Licht) so weiß wie das Papier bleibt. Wenn Du den dunkelsten Schatten hast kannst Du Dich weiter vor arbeiten. Versuche ruhig recht schnell alle Bereiche vorsichtig zu schattieren. So hast Du schon mal das Grundgerüst und es hilft Dir beim Sehen und Erkennen ob Du „richtig“ bist. Das feine Ausarbeiten kommt danach. Viel Spaß beim weiteren Üben! Wenn Du Lust hast schick uns doch mal ein Foto von Deiner Zeichnung – dann können wir noch mehr Tipps geben…?! 😉

  • Ugin sagt:

    Ich kann nur sagen, dass man eine Übung einfach öfter machen sollte. Dadurch lernt man es einfach perfekter 🙂

    • Dana sagt:

      Hallo Ugin! Da sind wir ganz Deiner Meinung. Übung macht den Meister! Um die eigenen künstlerischen Fertigkeiten auszubauen und zu perfektionieren, muss man sehr viel üben.

Hinterlasse ein Kommentar