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Promis in der Kunstszene

von 25. Oktober 2016 Ein Kommentar

gfd

Wenn Stars zu Malern werden

Kunst kaufen oder verkaufen ist ein äußerst lukrativer Markt und seit einigen Jahren auch ein Trend, in den immer mehr Prominente einsteigen. Auf der Kunstmesse Art Basel tummeln sich jedes Jahr zahlreiche Stars wie Leonardo DiCaprio oder Sylvester Stallone.

Aber dabei bleibt es oft nicht, tatsächlich greifen auch immer mehr Promis selbst zum Pinsel und bauen sich als Maler oder Zeichner ein zweites Standbein neben ihrer eigentlichen Karriere auf – mit mehr oder weniger Erfolg.

Prominentes Beispiel hierzulande ist Otto Waalkes, einer der berühmtesten und beliebtesten Komiker Deutschlands. In den 70er Jahren studierte „Otto“ Kunstpädagogik und Malerei, finanzierte sich nebenbei das Studium durch Bühnenauftritte. Seine“ Ottifanten“, zu Beginn noch einfache Strichmännchen, wurden schon bald Kult und später sogar als Zeichentrickfilm dargestellt. Heute werden Ottos Werke von namenhaften Galerien vertrieben.

Auch das Allround-Talent Udo Lindenberg hat sich neben seinem Beruf als Sänger einen Namen in der Kunstszene gemacht. Er erfand sogar eine eigene und patentierte Kunstrichtung: die sogenannten „Likörelle“ – Aquarelle mit Likör gezeichnet. Einfache Zeichnungen von Lindenberg kosten inzwischen mehrere Hundert, Originalaquarelle sogar mehrere Tausend Euro.

Promi-Kunst objektiv zu beurteilen ist meist schwer

Es gibt viele dieser prominenten Beispiele, darunter finden sich Namen, bei denen man es kaum vermutet hätte: Wladimir Putin, Johnny Depp, Prinz Charles…. Letzterer zeigt seine Werke nicht in der Öffentlichkeit. Denn der Erwartungsdruck seitens des Publikums und von Kritikern ist gerade bei Stars sehr hoch. Und die Kunst eines Promis objektiv zu bewerten ist nicht einfach: Kann man die Person doch nur schwer von ihrem Werk trennen.

Auch das ehemalige Erotiksternchen Dolly Buster etabliert sich inzwischen als Malerin. Erst vor wenigen Tagen präsentierte sie ihre Gemälde in einer Galerie in Oberursel. Ihre Motive, meist erotische Darstellungen, kommen beim Publikum gut an. Natürlich ist der Promibonusauch hier nicht zu unterschätzen. Und je höher dieser ausfällt, desto wertvoller ist am Ende meist auch das Werk. Für einen limitierten“ McCartney“-Druck zahlt man bisweilen bis zu mehreren Tausend Euro – doch nicht nur Fans sind bereit dafür zu zahlen.

Bilder: Copyright @Facebook Otto Waalkes

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